Kuhle Wampe Artikel

Demo in Wetzlar

04.04.18

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Am 24.03.2018 hatte die NPD in Wetzlar ein als „Wahlkampfauftakt“ bezeichnetes Rechtsrockkonzert angemeldet. Der MC Kuhle Wampe Marburg beteiligte sich mit Unterstützung des MC Kuhle Wampe München mit 6 Personen an der Gegendemonstration und dem anschließenden „Festival der Demokratie“. Gemeinsam mit 1.500 Menschen demonstrierten wir in Wetzlar gegen das rechtsradikale Pack.

Erfreulicherweise weigerte sich die Stadtverwaltung Wetzlar standhaft gegen die Freigabe der Stadthalle für die Veranstaltung, so dass die Nazis ihr Konzert nicht wie geplant durchführen konnten. Ca. 50 Rechtsradikale versuchten trotzdem zur Stadthalle vorzudringen, was die Demonstration jedoch erfolgreiche verhindern konnte.

Wir freuen uns, einen Teil dazu beigetragen zu haben.

MC Kuhle Wampe Marburg

Solidarität mit der kurdischen Freiheitsbewegung!

09.02.18

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Der Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe erklärt sich solidarisch mit der kurdischen Freiheitsbewegung!

Derzeit überfällt das türkische Militär den Kanton Afrin im Nordwesten Syriens. Ziel ist es, die Entstehung weiterer autonomer Verwaltungen auf kurdischem Gebiet (bzw. deren Festigung) zu verhindern. Es sind Panzer „Made in Germany“, die dabei unter türkischer Flagge in die kurdischen Gebiete vorrücken, um die dort geschaffenen demokratischen Strukturen zu zerschlagen.

Obwohl die kurdischen Verbände der YPG/YPJ mit Unterstützung westlicher Staaten erfolgreich den IS bekämpft und vertrieben haben, werden diese nun als TerroristInnen verunglimpft, von denen die Region nach Aussage von Erdogan zu „säubern“ ist. Die „Demokratischen Kräfte Syriens“ sind eine Koalition aus kurdischen, arabischen, assyrischen, jesidischen, turkmenischen, aramäischen u.a. Milizen, die gemeinsam gegen den IS und nun gegen die türkische Invasion kämpfen.
Der Angriff der faschistoiden Türkei unter Erdogan richtet sich im Kern gegen die Zivilbevölkerung. Im türkischen Teil Kurdistans wurden zahlreiche frei gewählte BürgermeisterInnen und Verwaltungen abgesetzt und unter türkische Zwangsverwaltung gestellt. Abgeordnete der demokratischen Partei HDP wurden verhaftet und sitzen in türkischen Gefängnissen. Ganze Dörfer wurden zerstört, die Bevölkerung vertrieben und umgesiedelt.

Hände weg von Afrin! – Wir fordern:
  • Die Angriffe auf Afrin sind sofort zu stoppen!
  • Keine weiteren militärischen Aggressionen!
  • Die Besatzungsversuche durch die Türkei in Nordsyrien sind zu stoppen!
  • Der Aufbau selbstverwalteter Gebiete in ganz Kurdistan ist zu unterstützen!
  • Die Verfolgung demokratisch gewählter kurdischer MandatsträgerInnen muss aufhören!
  • Einen Richtungswechsel der deutschen Außenpolitik – Keine Waffen für Erdogan!
  • Die Freilassung aller politischen Gefangenen, die für Frieden und die Freiheit und Selbstverwaltung Kurdistans kämpfen!
  • Die Aufhebung des Verbotes von Symbolen kurdischer Organisationen!
  • Schluss mit der Kriminalisierung der kurdischen Autonomiebewegung!

Die von Erdogan verlangte und willig durch deutsche Behörden umgesetzte Verfolgung kurdischer Organisationen und Kulturvereine ist sofort zu beenden. Wir lassen nicht zu, dass unsere kurdischen Kolleginnen und Kollegen kriminalisiert werden.

Die Alternative lebt! Überall ist Afrin, überall ist Widerstand!

Demo für alle – na, da gehen wir doch mal los!

26.01.18

demo_fuer_alle Nachdem die Bewegung „Demo für Alle“ sich am 25. Juni 2017 in Wiesbaden traf, um gegen den neuen hessischen Lehrplan für Sexualerziehung zu demonstrieren, weil der angeblich „das Elternrecht auf Sexualerziehung untergräbt und die Kinder sexuell indoktriniert“, hatte sie nun beschlossen, am 20. Januar in Frankfurt ein Symposium zum Thema “Öffnung der Ehe – Folgen für alle“ durchzuführen. Tatsächlich wünscht sich diese Vereinigung eine Normenkontrollklage gegen das Ehe-Öffnungsgesetz vor dem Bundesverfassungsgericht!

Das fanden wir krass und haben deshalb beschlossen, uns – wie im vergangenen Jahr nach Wiesbaden – mit ein paar Leuten aus unserem Club aufzumachen nach Frankfurt, um die dortige Aids-Hilfe und die anderen Gruppen, die zu einer Gegendemo aufgerufen hatten, mit unserer Anwesenheit zu unterstützen! (mehr …)

Stellungnahme zum Text „Kampagne Stop Airbase Ramstein 2017: Licht und Schatten“

22.11.17

kw_logo_300 Der Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe hat auf seiner ersten Verbandsratsitzung nach der Stopp Air Base Ramstein Aktionswoche und seinem vorläufigem veröffentlichtem Resümee nun eine Stellungnahme bezugnehmend zu den Kritischen Gedanken der Kampangne „Krieg beginnt hier“ verfasst.

Der Motorradclub Kuhle Wampe steht seit über 40 Jahren für Antifaschismus, gegen Atomkraft, für eine emanzipatorische gleichberechtigte Gesellschaft und für Friedenspolitik.
Wir haben uns unter anderem wegen den über Ramstein gesteuerten, weltweiten Drohneneinsätzen und der Vernetzung von Militärbasen zur Sicherung der weltwirtschaftlichen Ressourcen an Stop Airbase Ramstein 2017 beteiligt. Daneben haben wir uns aber auch engagiert, um zu verhindern, dass die Friedensbewegung noch weiter von Rechts vereinnahmt wird. Wir waren uns schon zu Beginn unseres Entscheidungsfindungsprozesses zu Stop Airbase Ramstein 2017 darüber im Klaren, dass sich auch rechte und verschwörungsfanatische Gruppierungen beteiligen könnten.
Im Vorfeld hat sich unsere Arbeitsgruppe mit Rainer Braun getroffen, um die Problematik zu besprechen. Ein Gespräch mit Pedram Shahyar kam aus Zeitgründen nicht zu Stande, eine schriftliche Stellungnahme zu unseren Fragen lag uns jedoch vor.
Es war uns von vornherein klar, dass wir mit Silkes Redebeitrag deutlich Position beziehen würden gegen rechte Tendenzen in der Friedensbewegung.
Dass einer Person wie Ken Jebsen bei Stop Airbase Ramstein 2017eine Plattform geboten wird, wurde vom Organisationskomitee unterschlagen und war uns deshalb vorab nicht bekannt. Wir sind in der Rückschau auf Stop Airbase Ramstein 2017 zu der Überzeugung gelangt, dass Jebsens Auftritt bewusst verschwiegen wurde, er erschien selbst auf der internen Redeliste nicht. Wir sind der Meinung, dass nicht nur wir, sondern alle an Stop Airbase Ramstein 2017 Beteiligten an dieser Stelle betrogen wurden.
Wir haben uns 2017 erstmals an Stop Airbase Ramstein beteiligt, weil wir nicht zulassen wollen, dass ein wichtiger Baustein der Friedensbewegung, in dem sich auch viele junge Menschen engagieren, rechten Spinnern und Verschwörungsfanatikern überlassen wird. Wir konnten jedoch nicht verhindern, dass Personen wie Daniele Ganser und Ken Jebsen bei Stop Airbase Ramstein 2017 sprechen durften. Es ist uns aber gelungen, die Diskussion um rechte und linke Positionen bei Stop Airbase Ramstein 2017 in Gang zu bringen.
Deshalb fordern wir euch und alle anderen antifaschistischen Gruppierungen inner- und außerhalb von Stop Airbase Ramstein dazu auf, euch gemeinsam mit uns friedenspolitisch zu engagieren.
Friedenspolitik kann nur auf solider antifaschistischer Basis funktionieren.

Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe, im November 2017

Mobilitätstag der blista in Marburg

16.10.17

blista_2017 Die Deutsche Blindenstudienanstalt (blista) in Marburg ist eine auf die speziellen Bedürfnisse von blinden und sehbehinderten Menschen ausgerichtete Bildungseinrichtung, die verschiedene Schul- und Berufsabschlüsse anbietet. Zu ihr gehört auch das einzige grundständige Gymnasium für Blinde und Sehbehinderte in Deutschland ab der 5. Klasse. Die seit 1916 existierende Institution hat sich aus kleinen Anfängen zum Zentrum der höheren Bildung für Blinde und Sehbehinderte in der Bundesrepublik Deutschland und darüber hinaus entwickelt.

Am Samstag dem 23.09.2017, also pünktlich zum Herbstanfang, bietet die blista in Zusammenarbeit mit dem Landesverband der Hessischen Fahrlehrer e.V. in Marburg, den blinden/Sehbehinderten Schülern einen „Mobilitätstag“ an. Auf einem abgesperrten Militär-Übungsgelände der Bundeswehrkaserne Herrenwald in Stadtallendorf, bieten die Fahrlehrer den sehbehinderten Schülern die Möglichkeit an, in abgesichertem Rahmen einmal in ihrem Leben selbst einen PKW zu steuern und über die Straße zu fahren.
Um den Teilnehmern dieses Mobilitätstrainings die Wartezeiten zu verkürzen, haben die Marburger Wampen initiiert, den Teilnehmern eine Mitfahrt im Seitenwagen zu ermöglichen. Dem Aufruf der Marburger folgenden haben auch wir uns mit einem unserer Gespanne daran beteiligt.(mehr …)

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