Kuhle Wampe Artikel

Ausfahrt Unterlüß Rheinmetall Entwaffnen

19.09.19

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In Unterlüß im Süden der Lüneburger Heide hat das größte deutsche Rüstungsunternehmen Rheinmetall seit 1899 einen Standort. Rheinmetall betreibt hier mit zwei Fabriken und einem dazugehörenden Schießplatz das mit 50 Quadratkilometern größte private Test- und Versuchsgebiet in Europa. Über Jahrzehnte war es ruhig in Unterlüß, was Kritik an den Produkten und der Geschäftspolitik von Rheinmetall Defence angeht.

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Punks und grüne Bändchen

08.09.19

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Das erste Mal, als die Regensburger Wampen mit Leuten von der Resistenza Antifascista Ratisbona (kurz: RAR) in Kontakt kamen, waren sie noch in einer Gruppierung namens „Königlich Bayerische Antifa Regensburg“ unterwegs. Der Name hatte sich inzwischen geändert – der Kontakt ist jedoch geblieben. Wir haben uns immer wieder auf diversen Demos und Kundgebungen zusammengefunden und gegenseitig wertschätzen gelernt.

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Keiner geht freiwillig auf die Flucht!

27.08.19

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Erklärung des MC-KW Kiel zur Aktion vom 04.08.2019 in Kiel Falkenstein.

Ende 2017 waren weltweit 68,5 Millionen Menschen auf der Flucht. Sie fliehen vor Krieg, Hunger und Umweltkatastrophen. Dieallerwenigsten aber kommen nach Europa! Während es global gesehen aber immer mehr Flüchtlinge gibt, kommen immer weniger Menschen nach Deutschland.

Deutschland wird nicht von Flüchtlingen überrannt.

Gemessenan Größe und Bruttoinlandsprodukt Deutschlands tragen andere Länder eine weit größere „Last“. In dem Krisen geschütteltem und armen Libanon ist heute jeder sechste Einwohner ein Flüchtling, in Deutschland jeder achtzigste. Es gibt auch in Europa keine Flüchtlingskrise oder Überfremdung durch Flüchtlinge.

Es mangelt an Solidarität, Mitmenschlichkeit und Humanismus.

Das Mittelmeer wird zum Massengrab.

2018 fand jeder 15te Flüchtende (2.275 Menschen) im Mittelmeer den Tod. Die Zahl der Todesfälle stieg, obwohl die Zahl der über das Mittelmeer nach Europa gekommenen Menschen zuletzt deutlich sank.
Die Todesrate ist „dramatisch und außergewöhnlich“ so die Sprecherin Carlotta Sami (UNHCR) im Juli 2018.

Symbolisch setzte Kuhle Wampe Kiel am 04.08.19 rund 50 Holzkreuze am Falkensteiner Strand in Kiel, um der im Mittelmeer Ertrunkenen zu gedenken. Wir verfolgten das Ziel, mit unserer Aktion darauf aufmerksam zu machen, dass das Elend der Menschen nicht mit Frontex, Zäunen oder Mauern zu lösen ist.

Deshalb an Euch, Ihr Eliten dieser Welt:

  • Macht Schluss mit der Produktion und dem Export von Waffen.
  • Macht Schluss mit der Zerstörung der Menschheit und den grausamen Kriegen.
  • Macht Schluss mit der Ausbeutung von Natur und Umwelt.

Gebt den Menschen eine Chance auf eine menschenwürdige Zukunft und ihr werdet sehen, dass keiner fliehen muss.

MC-Kuhle Wampe Kiel

Zurück aus Steinwenden

16.07.19

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Friedenscamp der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ vom 23. bis 30. Juni 2019

Zu unserem Dasein im Friedenscamp und zu den Aktionen rund um SABR gibt es einiges zu berichten. Um Euch ein Bild von unserer Beteiligung und dem Drumherum zu vermitteln, werden wir, die wir vor Ort waren, Euch in nächster Zeit einen umfassenden Bericht präsentieren. Vorab hier nur ein kurzes Schlaglicht.

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„Solidarität rockt einfach“

19.06.19

MC Kuhle Wampe Freiburg erhält den Berndt-Koberstein-Preis 2019

Wer war Berndt Koberstein?

Berndt arbeitete in Freiburg, war Gewerkschafter und Kommunist. Nach der sandinistischen Revolution ging Berndt 1983 nach Nicaragua. 1984 wurde im Norden, in der Kleinstadt Wiwili, der Freiburger Arzt „Tonio“ Pflaum von durch die CIA gestützte Contras ermordet. Pflaum hatte unter anderem auf den Zusammenhang von Krankheiten und schlechten Wasser aufmerksam gemacht. So gründete sich in Freiburg ein „Freundeskreis Tonio Pflaum“, später der Wiwili Verein. Dieser übertrug die Leitung eines Trinkwasserprojektes für Wiwili an Berndt Koberstein. Berndt lernte das Wasserleitungsbauen und ging Ende 1985 nach Nicaragua. Das Projekt war im Endstadium, als Berndt in einen Hinterhalt der Contra geriet, mit zwei weiteren Aufbauhelfern und drei Nicaraguanern im Sommer 1986 hinterrücks erschossen wurde. Er war bei seinen Kollegen und Genoss*innen sehr beliebt und wurde nur 30 Jahre alt. Berndt ist in der Provinzhauptstadt Matagalpa begraben, wo eine Schule seinen Namen trägt. Sein Grabstein trägt die Aufschrift „Solidarität ist die Zärtlichkeit der Völker“. Als Erstmaßnahme organisierte KW Freiburg „ein Motorrad für Nicaragua“ und schickte dieses mit einem Container voller Wasserleitungen an die Sandinistische Jugend in Wiwili. 2008 besuchten Christopher und Bernd O. das Grab in Matagalpa.

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