Die AG Frieden im MC Kuhle Wampe beendet die Zusammenarbeit mit der Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“

27.01.21

Wir verstehen uns als konsequente Antifaschist*innen und Friedensaktivistinnen und wollen unter anderem mit dafür Sorge tragen,
dass weder alte noch neue Nazis die Möglichkeit haben, ihre
menschenverachtende Ideologie zu verbreiten oder ihre Ideen in die Tat
umzusetzen. Dies war auch eine Basis unserer Mitarbeit mit der Kampagne
„Stopp Air Base Ramstein“.

In der mehrjährigen Zusammenarbeit haben wir viel erreicht und dennoch,
oder gerade deswegen, sind wir mit den Entwicklungen des letzten Jahres
alles andere als zufrieden.
Die mühsam geschaffen Verständigung auf Werte in der Abgrenzung zu
rechten Ideologien, abstrusen Verschwörungstheorien und die Schaffung
eines solidarischen Miteinanders sehen wir nicht mehr gewährleistet.
Wir sehen Zeichen der Annäherung zur Bewegung der „Anti Corona
Proteste“ und „Querdenker“; wir sehen jedoch keine klare Abgrenzung zu
den in diesen Bewegungen aktiven rechtsextremen Kräften und
inakzeptablen Verschwörungsgedanken.

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Wirtschaftskrieg gegen Kuba beenden – Unblock Cuba

13.12.20

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Die USA betreibt die Wirtschaftsblockade gegen Kuba und seit Trump verschärft. Das bedeutet; wer Handel mit Kuba treiben, lernt das US-Sanktionsregime kennen.
Jedes Jahr wird anlässlich der UNO-Vollversammlung in New York über eine Resolution abgestimmt, welche die Aufhebung der von den USA seit fast 60 Jahren gegen die Insel verhängte Wirtschafts-, Handels- und Finanzblockade fordert. Seit Jahren wird sie von der überwiegenden Mehrheit angenommen, bei wenigen Gegenstimmen und Enthaltungen. Am deutlichsten 2016 mit 191:0, als sich selbst die Obama-Administration nicht gegen die Resolution aussprach.
Seit Trumps Präsidentschaft hat sich die Situation auch in der UNO verschlechtert. In der letzten Abstimmung von 2019 brachten die USA neben Israel auch Brasilien zu einem Nein sowie Kolumbien und die Ukraine zur Stimmenthaltung, bei einer noch immer überdeutlichen Annahme der Resolution von 187:3.

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Solidarität mit den G20-Angeklagten!

28.11.20

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7. Juli 2017, der Morgen nach der grundlosen, brutalen Zerschlagung der „Welcome to Hell“ Demo in Hamburg, der Freitag des G20 Gipfels

Mehrere Gruppen bewegen sich durch die Stadt, um an verschiedenen Punkten die Zufahrt zu den Gipfelorten zu blockieren. Eine der Gruppen – ca 200 Menschen – läuft unweit des Altonaer Camps durch die Straße Rondenbarg in einem Gewerbegebiet.

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Jom Kippur in München

11.10.20

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An Jom Kippur 2019 griff ein Neonazi die Synagoge in Halle an. Einzig das Schloß, das dem Angriff standhielt, verhinderte ein Massaker an der jüdischen Gemeinde. Stattdessen erschoß der Angreifer wahllos zwei Menschen, Jana und Kevin.

Aus diesem Anlaß rief der MC Kuhle Wampe München unter dem Motto „Unsere Synagoge schützen!“ an Jom Kippur 2020 zu einer Mahnwache vor der Synagoge auf. Die Münchner Bürger sollten sich gemeinsam solidarisch vor ihre Mitbürger und ihre Synagoge stellen. Aufgerufen waren alle Demokraten von links bis konservativ.

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Erinnerung-Gerechtigkeit-Aufklärung-Konsequenzen

28.08.20

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Demonstration in Hanau am 22.08.2020

Am 22.08.2020 wurde in Hanau – 6 Monate nach dem rassistischen Mordanschlag am 19.02. – zu einer bundesweiten Demonstration und Kundgebung aufgerufen. Die Veranstaltung sollte stattfinden im Gedenken an die Ermordeten und mit den Forderungen nach lückenloser Aufklärung, politischen Konsequenzen, nach sozialer Gerechtigkeit und Unterstützung, sowie einem würdigen Erinnern.
Mehrere Tausend Menschen wurden zu der Demonstration erwartet. Aufgrund der gestiegenen Covid 19 Infektionen wurde diese am Abend des 21.8. von der Stadt verboten. Der Hanauer Oberbürgermeister sagte eine Demonstration zu einem späteren Zeitpunkt zu.
Eine Kundgebung auf dem Hanauer Freiheitsplatz mit der Beschränkung auf 249 Teilnehmende wurde genehmigt.
Neben den Angehörigen und Freund*innen aus Hanau kamen Opfer aus Wächtersbach, Halle und Mölln zu Wort. Auch Peter Fischer, der Präsident der Frankfurter Eintracht, stellte sich in einer flammenden Rede klar gegen Rassismus und Faschismus an die Seite der Betroffenen. Per Livestream wurde die Kundgebung an 60 kleinere Kundgebungen in 30 Städten übertragen.

Der MC Kuhle Wampe Frankfurt unterstützte den Aufruf und so kamen ca. 20 Wampen unter anderem aus Kassel, München, Bremen, Marburg und natürlich Frankfurt nach Hanau um ihre Solidarität mit den Opfern und den Hinterbliebenen zu demonstrieren.
Wir hielten uns außerhalb der markierten 249 Plätze auf, um den Angehörigen und Befreundeten der Opfer Platz zu lassen.

An Stelle eines abschließenden eigenen Statements zitieren wir hier den letzten Absatz des Aufrufs der Hinterbliebenen der Opfer des Hanauer Anschlags vom 19.02.2020:
„Wir haben uns ein Versprechen gegeben: Nie zu vergessen und nie zu vergeben. Solange nicht lückenlos aufgeklärt wird, solange nicht endlich Konsequenzen gezogen werden und es Gerechtigkeit gibt, solange werden wir nicht aufhören zu kämpfen. Denn wer sich mit Hanau angelegt hat, hat sich mit der falschen Stadt angelegt. Wir werden keine Ruhe geben.“

Say their Names:
Ferhat, Gökhan, Hamza, Said Nessar, Mercedes, Sedat, Kaloyan, Fatih, Vili