Stopp Air Base Ramstein 2020

29.06.20

bild1

Für 2020 war es Ziel der AG Frieden im MC Kuhle Wampe sich abermals aktiv auch gegen die Air Base und in Steinwenden im Friedenscamp vom 05. bis 12. Juli zu beteiligen. Nach wie vor ist es unser Bestreben uns dort für die Schließung der Base einzusetzen und im Friedenscamp Präsenz zu zeigen und unsere Positionen zu vertreten.

2020 aber entwickelte sich aufgrund der Pandemie für uns ganz anders wie unsere Planung und unsere Erwartungen und das nicht nur in der Friedensarbeit.

Die Kampagne „Stopp Air Base Ramstein“ reagiert nun flexible und organisiert mit großem Engagement und technischen Aufwand ein virtuelles Friedenscamp. Das Motto dazu: “Frieden geht immer”.

Über das Internet werden vom 08. bis zum 10.07.2020 diverse Vorträge und Diskussionsrunden veranstaltet. Unter Anderem wird Horst, Verbandssprecher und Teil der AG-Frieden im MC Kuhle Wampe, am 09.07. in der Zeit von 20:30 bis 21:30 eine Gesprächsrunde zum Thema „Gibt es einen unpolitischen Frieden? Toleranz heißt Intoleranz nicht zu tolerieren“ anbieten.

Am Samstag, dem 11.08.2020 gibt es dann einen musikalischen Abschluss mit Aufnahmen und Live-Streams von Bands aus verschiedensten Musikrichtungen. Das vollständige Programm kann auf der Website der Kampagne angesehen werden.

Gedenken in Hanau

20.04.20

1 / 5

Am 13.04.2020 trafen sich Kuhle Wampe Frankfurt am Main und Freund*innen in Hanau am Heumarkt. Hier befindet sich  einer der beiden Tatorte des rassistischen Anschlags vom 19.Februar 2020 bei dem 9 Menschen ermordet wurden. An der Außenwand der Shisha Bar befinden sich nach wie vor viele Blumen und die Bilder der Ermordeten. Immer wieder bleiben Menschen kurz stehen und gedenken der Toten.

Auch wir drückten mit einer Schweigeminute und dem Niederlegen von Blumen unsere Trauer aus.

Unsere Wut über erstarkenden Rassismus, über die faschistischen Morde und die Verharmlosung der Täterinnen als Einzeltäterinnen, bleibt uns erhalten.

Die Trauer und die Traumata von Hanau betreffen nicht nur die Familien und Freund*innen der Ermordeten, sondern auch jene der Verletzten, jene die überlebt haben und jene die zufällig nicht anwesend oder gerade gegangen waren. Die Trauerarbeit all dieser Menschen wird durch das Auftreten des Corona-Virus sehr erschwert. Sie können nicht mehr beisammen sein und sich gegenseitig stützen.

Dennoch gibt es verschiedene Initiativen die Unterstützung anbieten, sowohl in psychosozialer Form, in direkter Hilfe bei Umzügen zum Beispiel und in Form der Recherchearbeit.

Die Initiative 19. Februar aus Hanau beabsichtigt an jedem 19. eines Monats an den rassistischen Anschlag zu erinnern. Auch dieses Erinnern wird nun durch Corona erschwert und kann, zumindest zur Zeit, nicht öffentlich stattfinden.

Wie wichtig es ist aufmerksam zu bleiben und zusammenzustehen zeigt sich an folgenden Vorfällen: die Scheiben der Shisha Bar am 2. Tatort in Hanau-Kesselstadt wurden am Osterwochenende in der Nacht von Freitag auf Samstag eingeworfen, in Darmstadt wurden eine Woche vorher „Say their names“ Plakate, auf denen die Namen der Toten stehen, beschmiert.

Informationen über die Initiative 19. Februar findet ihr unter 19feb-hanau.org und hier.

Wir sollten uns schämen …

08.03.20

Oder alle Machthabenden für ein paar Tage an die türkisch-griechische Grenze schicken …

Aufstehen, laut schreien gegen diesen Wahnsinn …

Aber: nichts passiert. Wir haben uns damit abgefunden, dass die Politiker*innen und Konzerne den Egoismus und die Abschottung gegen alles, was uns etwas kosten könnte, anstatt uns noch reicher zu machen, zur allein selig machenden Staatsform erhoben haben.

Erst unterstützt die Politik Diktatoren denen Menschenrechte egal sind mit Geld und Waffen, und somit den Krieg, um sich dann vor den Folgen des Krieges abzuschotten

Wir als Verband der Kuhlen Wampe unterstützen die Forderung an den Europäischen Rat und die Bundesregierung von medico international:

  • das Ende des EU-Türkei-Deals
  • das Ende der Partnerschaft mit Erdogans Regierung, das Ende von Waffenlieferungen
  • das Ausschöpfen aller politischen Möglichkeiten, den Krieg in Nordsyrien gegen Rojava zu stoppen
  • die sofortige Evakuierung der Lager auf den griechischen Inseln und Bewegungsfreiheit für die Migrant*innen innerhalb Europas und ihre Aufnahme in solidarischen Städten.
  • eine neue politische Grundlage für Migration und Asyl in Europa, die sich dem Schutz der Menschenrechte von Flüchtlingen und Migrant*innen verpflichtet – in Syrien, auf dem Mittelmeer und in Europa selbst.

Das Versagen beenden

Für eine europäische Politik der Menschenrechte

Verband der Motorradclubs Kuhle Wampe

Lauter Protest gegen Nazifackelmahnwache

28.02.20

pforzheim

in Pforzheim am 23.2.2020

Was geschah?

Der Verwaltungsgerichtshof Mannheim hat in letzter Instanz den Widerspruch der Stadt Pforzheim gegen die Entscheidung des Verwaltungsgerichts Karlsruhe zur sogenannten „Fackelmahnwache“ abgelehnt. Damit duften am Sonntag, 23. Februar, erneut Neonazis auf dem Pforzheimer Wartberg aufmarschieren.

Das Verwaltungsgericht hatte am Samstagnachmittag das Verbot der Stadt Pforzheim gegen die Versammlung des als in Teilen als rechtsextrem eingestuften Vereins „Ein Herz für Deutschland“ aufgehoben. Somit kann die sogenannte „Fackelmahnwache“ stattfinden. „Natürlich sind wir enttäuscht und bedauern diese Entscheidung, aber selbstverständlich ist in einem demokratischen Rechtsstaat ein richterliches Urteil in letzter Instanz zu akzeptieren“, sagen Oberbürgermeister Peter Boch und Erster Bürgermeister Dirk Büscher in einer ersten Reaktion. Im Laufe des Samstags habe das Rathaus eine sehr positive Resonanz aus der Bevölkerung für die Entscheidung erhalten, die Fackelmahnwache zu verbieten.

(mehr …)

Siko 2020

23.02.20

1 / 18

Auf der Demo:

Wie die Jahre zuvor hat sich Kuhle Wampe auch dieses Jahr wieder an der Demo gegen die Sicherheitskonferenz beteiligt. Auch wenn es zwischenzeitlich einen schon fast rituellen Charakter hat, ist es wichtig nicht aufzuhören zu zeigen, dass wir unter Frieden und Sicherheit etwas Anderes verstehen als diejenigen, die glauben, dass sie mit der SiKo etwas zur „Weltsicherheit“ beitrügen.

Am Wampentreffpunkt sammelten sich 8 Motorräder, die dann beflaggt zur Auftaktkundgebung am Stachus fuhren. Dort haben sich dann noch zwei weitere Motorräder sowie mehrere zu Fuß gehende Wampen eingefunden. Unterstützt wurden wir hier auch durch einen Edelweißpirat, der sich unter die Gruppe der Motoradfahrenden mischte.

(mehr …)